{"id":301,"date":"2016-10-29T15:44:03","date_gmt":"2016-10-29T13:44:03","guid":{"rendered":"http:\/\/alt.jbc-hasselfelde.de\/?page_id=301"},"modified":"2016-11-23T14:00:15","modified_gmt":"2016-11-23T13:00:15","slug":"bogenarten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/alt.jbc-hasselfelde.de\/?page_id=301","title":{"rendered":"Bogenarten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: 14pt;\">Langbogen\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: 14pt;\">Der Langbogen ist von den drei Bogenarten der Klassiker und jeder kennt ihn eigentlich, zumindest aus irgendeinem Robin Hood Film.Wer sich schon mal als Kind aus Haselnuss einen Bogen gebastelt hat, war dem urspr\u00fcglichsten Langbogen schon recht nahe, zumindest, wenn die Haselnussrute lang genug war. Dabei konnte man sicherlich feststellen, dass der Bogen umso besser war, je l\u00e4nger er war. So kam auch schon der Mensch vor langer Zeit darauf. Aber mal ehrlich, besonders gut war das immer noch nicht. So experimentierte der Mensch weiter und fand dabei heraus, dass sich bestimmte Holzarten besser als andere f\u00fcr den Bogenbau eigneten. Dann, dass abgelagertes Holz besser als frisches ist, dass es Unterschiede zwischen Splint- und Kernholz gibt, &#8230; .Ein Meilenstein in der Entwicklung war dann, als man erkannte, dass das Bogenholz unterschiedlichen Kr\u00e4ften ausgesetzt war, n\u00e4mlich auf der Aussenseite Zug und auf der Innenseite Druck. Dem begegnete man zun\u00e4chst mit angepasster Formgebung und schliesslich mit Nutzung von Kern- und Splintholz, bzw. dass j\u00fcngste Holz immer nach Aussen.\u00a0 Der Langbogen war geboren! Das d\u00fcrfte sich so bis 500 n. Chr. abgespielt haben. Diese Art Langbogen machte dann vornehmlich in England Karriere und war oftmals kriegsentscheident und wird heute gerne als traditioneller oder englischer Langbogen bezeichnet. Er erlebt gerade einen Boom unter den Sch\u00fctzen, quasi als Gegenpol zum High-Tech Compoundbogen. Aber die Entwicklung ging weiter. Man kam auf die Idee, verschiedene Materialien einzusetzen, seien es nun verschiedene Holzarten oder Horn. Der Kompositbogen, wie man diese Bauform auch nennt, brachte immense Vorteile mit sich. Nicht nur, dass die Wurfleistung weiter verbessert wurde, sondern auch die Treffgenauigkeit und die Langlebigkeit wurden verbessert.\u00a0 Heute werden solche Langbogen aus mehreren &#8222;Holzleisten&#8220;, den Laminaten und jeweils als Aussenschicht Glasfiber oder neuerdings auch Carbon zusammengeleimt. Sie sind wesentlich schneller als reine Holzbogen und verlieren nicht mehr mit der Zeit an Zugkraft. Einen englischen Langbogen sollte man a) z\u00fcgig schie\u00dfen und b) sofort nach dem Schie\u00dfen entspannen, wenn man l\u00e4nger was von ihm haben m\u00f6chte. Einen glasbelegtem Bogen kann man dagegen getrost gespannt in die Ecke stellen, ohne dass man gleich Qualit\u00e4tsverluste bef\u00fcrchten muss. \u00a0 Bei diesem Bogen hat sich die flache Bauweise etabliert, die nicht zuletzt dank eines gewissen Howard Hill\u00b4s so popul\u00e4r ist, der diese Bogen in Anlehnung an die Bogen der Indianer baute (Flachbogen, Flatbow). Man unterscheidet heute also zwischen zwei Langbogenarten, dem traditionellen reinen Holzbogen und der glasbelegten Variante.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: 14pt;\">Recurvebogen\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: 14pt;\">Der Recurvebogen ist die Weiterentwicklung des Langbogen und wurde durch den Kompositbogenbau erst m\u00f6glich. Im Prinzip ist er ja ein Langbogen, dessen Enden man gebogen hat. Dadurch hat man zun\u00e4chst einmal erreicht, dass der Bogen k\u00fcrzer wird, ohne es wirklich zu sein! Zieht man den Bogen aus, so verschwindet die Kr\u00fcmmung ja ann\u00e4hernd. Er hat somit schon mal alle Vorteile, die ein Langbogen auch besitzt. Dadurch, dass er aber wieder k\u00fcrzer ist, ist er leichter h\u00e4ndelbar und es ist damit kein Wunder, dass er von Reiterv\u00f6lkern entwickelt wurde (Reiterbogen). Nun brachte das Ganze aber noch weitere Vorteile. Beim Recurvebogen ist die Energie, die im Bogen gespeichert und dann an den Pfeil abgegeben wird h\u00f6her als beim Langbogen, d. h., er schiesst besser. Die Kurven bewirken zudem, dass die Energie beim Schuss besser abgefangen wird, was zum einen einen sanfteren Schuss bewirkt, zum anderen dadurch d\u00fcnnere Wurfarme erm\u00f6glicht. D\u00fcnnere Wurfarme bedeuten wiederum eine Verbesserung des Wirkungsgrades des Bogens, also bessere Wurfleistung. Heutige Recurvebogen zeichnen sich dar\u00fcber hinaus noch durch ein ergonomisches Griffst\u00fcck und einem grossen Schussfensters f\u00fcr die Pfeilablage aus, was der Schussgenauigkeit dient. Der Recurvebogen wird weniger von Instinktivsch\u00fctzen als von Visiersch\u00fctzen genutzt. Er ist auch die Bogenart, die bei olympischen Spielen zum Einsatz kommt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: 14pt;\">Compoundbogen\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: 14pt;\">Heutige Compoundbogen sind das absolute Ma\u00df der Dinge, was Bogen betrifft. In Kombination mit Carbonpfeilen stellen sie gar ein Problem dar, was die geeigneten Scheiben betrifft, so dass es mittlerweile z.B. Begrenzungen der Auszugst\u00e4rke oder Verbot der Nutzung von Carbonpfeilen auf Turnieren gibt, da die Pfeile sonst einfach durch die Scheiben durchschlagen und dadurch zum einen nicht gewertet werden k\u00f6nnen und zum anderen eine potentielle Gefahr darstellen! Einen Compoundbogen erkennt man leicht daran, dass an den Wurfarmenden jeweils eine Rolle ist und an den Kabeln. Und damit sind wir auch schon bei seinem &#8222;Geheimnis&#8220;. Einfach ausgedr\u00fcckt, ist ein Compoundbogen ein Bogen in dem ein Flaschenzug integriert ist. Das hat zur Folge, dass man am Anfang die volle Pfundzahl ziehen mu\u00df und am Ende aber nur ca. die H\u00e4lfte! Die erste Folge, die sich daraus ergibt, ist, dass man h\u00f6here Pfundzahlen mit gr\u00f6\u00dferer Genauigkeit schie\u00dfen kann. Aber das ist noch nicht alles! Die aufgewendete Energie wird viel effektiver an den Pfeil weitergegeben, da er zun\u00e4chst normal und zum Schluss noch einmal kr\u00e4ftig beschleunigt wird. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: 14pt; color: #008000;\">Mit diesem Bogen darf bei uns nicht geschossen werden.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Langbogen\u00a0 Der Langbogen ist von den drei Bogenarten der Klassiker und jeder kennt ihn eigentlich, zumindest aus irgendeinem Robin Hood Film.Wer sich schon mal als Kind aus Haselnuss einen Bogen gebastelt hat, war dem urspr\u00fcglichsten Langbogen schon recht nahe, zumindest, wenn die Haselnussrute lang genug war. 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